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Kaiserstühler SolarZeitung 13/2016
vom 26. Oktober 2016.

Kostenlose Internetzeitung an alle Mitglieder und Interessenten des Fördervereines.



Liebe Freunde und Unterstützer unseres/Ihres Fördervereins Zukunftsenergien Solarregio Kaiserstuhl e.V.,

der Skandal geht weiter: das Umweltministerium verweigert weiterhin den Exportstopp von Brennstäben.

Es gibt nichts dran zu rütteln: Der Export von Brennelementen aus Lingen an die moraden Meiler in Doel, Fessenheim und Cattenom ist mit deutschem Recht nicht vereinbar und muss untersagt werden. Die Rechtsanwältin Cornelia Ziehm ist da sehr eindeutig, wie man im IPPNW-Gutachten nachlesen kann.
Das Bundesumweltministerium dagegen behauptet weiterhin, für einen Exportstopp dieser Art gäbe es keine rechtliche Handhabe. Dabei beruft  es sich auf einen Passus im Atomgesetz, der aus dem Jahr 1958 stammt. So tief muss das BMUB also in die Mottenkiste greifen, um eine "juristische" Begründung vorzutäuschen! Doch damit nicht genug: Der Passus wird dann auch noch falsch interpretiert bzw. durch Weglassen des entscheidenden Satzes verzerrt. Ziehm hat, beauftragt von der IPPNW, die Aussagen des BMUB bewertet und in allen Punkten widerlegt bzw. entlarvt: http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Bewertung_Antwort_BMUB.pdf

Damit ist jedenfalls klar, dass die Bundesregierung nicht nur untätig ist. Sie unterlässt es nicht nur, die Bevölkerung zu schützen. Sie täuscht dabei auch noch die Öffentlichkeit mit der Behauptung, ihr seien die Hände gebunden! Ihr selbsterklärtes Ziel, sich für die Schließung der belgischen und französischen Schrottmeiler einzusetzen, ist also nicht ernst gemeint!

Bitte verbeitet diese Informationen, damit der Skandal bekannter wird! Hier ist die
Pressemitteilung, die am Freitag begleitend zur Landespressekonferenz in Hannover rausgeschickt
wurde.


Buchvorstellung "Vision für die Tonne - wie die Atomkraft scheitert"

zur Vorstellung des Buchs "Vision für die Tonne - wie die Atomkraft scheitert"* des Freiburger Fachjournalisten Bernward Janzing laden die Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen Medienvertreter und auch die
Öffentlichkeit herzlich ein:

Donnerstag, den 27. Oktober 2016
20.00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus
D-79367 Weisweil am Rhein

Hinterdorfstraße 2 (Ecke Forchheimer Straße)

Der Freiburger Fachjournalist Bernward Janzing hat in seinem neuen Buch die Geschichte der Atomkraft und vor allem auch des Widerstands im deutschsprachigen Raum gründlich aufgearbeitet.

Der Autor beschreibt die anfänglich so naive Atomeuphorie, dann die ersten Widerstände in den sechziger Jahren, und schließlich die Bauplatzbesetzungen in den Siebzigern und Achtzigern. Dabei widmet er sich auch dem Thema Uranabbau und -verarbeitung ("Der Stoff, aus dem die (Alb-)Träume sind") und endet schließlich mit den
teuren und gefährlichen Hinterlassenschaften der Atomwirtschaft ("Arbeit für Jahrzehnte, Strahlung für die Ewigkeit").

Bei seinen Recherchen traf der Autor viele Akteure persönlich. Auch anhand der jeweiligen Biografien erzählt er die Atomgeschichte: Er traf einen Atommanager, der die Seiten wechselte; einen Landrat, der sich quer stellte; einen jungen Zoologen, der den DDR-Staat durch Recherchen zum Uranabbau düpierte; einen Physiker, der das Ende der
Ostreaktoren während der Wende besiegelte. Und viele mehr.

So entstand die Historie einer sozialen Bewegung, die wie keine andere die mitteleuropäische Nachkriegsgeschichte prägte. Ihr Erfolg hatte natürlich Gründe: Die Atomkraftgegner repräsentierten stets einen Querschnitt der Gesellschaft! Ihr Protest war aufrichtig, denn die Bürger vertraten nicht primär Partialinteressen; ihr Widerstand
basierte nicht auf dem Sankt-Florians-Prinzip, denn dem "Nein" an den betroffenen Standorten folgte oft der Zusatz:"...und auch nicht anderswo." Es war ein konstruktiver Protest, der in seiner Gesamtheit nicht an
Ideologien gekoppelt war.

Die Bürger standen zwar einem starken Gegner gegenüber, einer lange Zeit vor Geld strotzenden Branche.
Aber weil die sich weltweit mit Störfällen und Katastrophen, mit Arroganz und Mauscheleien, mit teuren Flops und technischen Pleiten, sowie mit bodenloser Leichtfertigkeit -etwa beim Atommülllager Asse- immer wieder
aufs Neue selbst demontierte, fand die Anti-Atombewegung laufend neue Angriffspunkte und auch neue Mitstreiter. All das zusammen machte die Bürgerinitiativen am Ende erfolgreich.

"Vision für die Tonne" ist ein opulent bebildertes Werk, mit dem Bernward Janzing an seine Bücher "Störfall mit Charme" (über die Schönauer Stromrebellen) und "Solare Zeiten" (über die Geschichte der Solarenergie) anknüpft.

Nach der Veranstaltung können sich Interessenten das Buch von Bernward Janzing signieren lassen.



Bus zur Demonstration in Lingen 29. Oktober 2016
 

"Dem AKW Fessenheim jetzt den Saft abdrehen!"

Über 5 Jahre nach Fukushima und 30 Jahre nach Tschernobyl ist die Menschheit mehr denn je von alternden Atomkraftwerken und von einer weiterhin aktiven Nuklearindustrie bedroht. Während die 8 noch immer
laufenden deutschen Atomreaktoren bis Ende 2022 abgeschaltet werden sollen, bleibt die nukleare Infrastruktur unangetastet. Sowohl die AREVA-Brennelementfabrik in Lingen (Niedersachsen) als auch die Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) verfügen weiterhin über eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Beide Uranfabriken versorgen
Atommeiler in aller Welt mit Brennstoff. Nur mit einen sofortigen Lieferstopp kann verhindert werden, dass die Meiler in Fessenheim (Frankreich), Beznau (Schweiz), Philippsburg und Neckarwestheim mit dem angereicherten Uran aus Gronau und den Brennelementen aus Lingen weiterlaufen.

Gemeinsam mit vielen Menschen aus dem Emsland und ganz Niedersachsen, ruft die Antiatomgruppe Freiburg zu einer Demonstration auf mit dem Titel "Uranfabriken schließen! Atomkraftwerken den Saft abdrehen!".
Stattdessen fordert die Initiative: Energiewende jetzt! Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom!

Dazu fährt ein Bus aus dem Kaiserstuhl, Freiburg und der Ortenau nach Lingen. Die Anmeldung ist möglich unter: demobus@antiatomfreiburg.de" data-ce-class="Emails">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter: 0151-45640902.

Die Ticketpreise sind gesplittet: 20€ für alle mit wenig Geld, 30€ als Standardpreis und 40€ als politischer Preis für Menschen, die es sich leisten wollen.

Die Abfahrtzeiten sind:
4 Uhr 30 ab Breisach Bahnhof
5 Uhr 00 ab Freiburg Konzerthaus
5 Uhr 45 ab Offenburg Messe
6 Uhr 50 ab Karlsruhe ZOB (Hinterm Hbf)
Rückfahrt: ca. 17 Uhr ab Lingen Bahnhof

Weitere Infos zur Demo:
www.lingen-demo.de

www.antiatomfreiburg.de/artikel/demonstration-lingen-29-oktober-2016



Feinstaub und Ruß aus Kaminöfen – Was kann man dagegen tun?

Schmutziger als der Straßenverkehr

So behaglich ein Nachmittag vor dem Kaminofen auch sein kann: Wenn man ihn falsch bedient, stößt er große Mengen Feinstaub und Ruß aus. Das sorgt nicht nur für schlechte Luft in Ihrer Umgebung, auch der Ärger mit den Nachbarn ist vorprogrammiert.

Private Öfen sind in puncto Feinstaub und Ruß inzwischen die Schadstoffquelle Nr. 1 in Deutschland. Unser Experte Patrick Huth erklärt im Interview, wie Sie am saubersten heizen.

Hier gelangen Sie zum Interview


Atommüll-Desaster: Das kostet uns Milliarden

 

Atommüll-Desaster

Jahrzehntelang haben sich die Stromkonzerne mit der Atomkraft eine goldene Nase verdient. Allein in den letzten 15 Jahren haben die großen Energieunternehmen 50 Milliarden Euro an ihre Aktonärinnen und Aktionäre ausgeschüttet. Doch jetzt, wo es darum geht, wer den Atommüll wegräumt, drehen die Unternehmen die leeren Taschen nach außen.

Am Mittwoch hat die Regierung das Gesetzespaket zur Finanzierung der Atom-Folgekosten beschlossen. Es ist das Ende des Verursacherprinzips:

Für eine lächerlich geringe Ablasszahlung übergeben die Energiekonzerne die Verantwortung für die Atommülllagerung an den Staat. Die zu erwartenden Kostensteigerungen in Milliardenhöhe übernehmen – wir, die SteuerzahlerInnen.

Mehr Informationen zu dem am Mittwoch beschlossenen Gesetzespaket finden Sie hier.


Film POWER TO CHANGE

die Löwenlichtspiele Kenzingen und der Arbeitskreis Energie Endingen zeigen am Montag, den 7.11.2016 um 20.30 Uhr den Film POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion von Regisseur Carl-A. Fechner (DIE 4. REVOLUTION). Der Film ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine große Vision unserer Zukunft: eine dezentrale, saubere Energieversorgung, die zu 100% aus erneuerbaren Quellen stammt. Der Film zeigt Rebellen unserer Zeit: Menschen, die diese Vision begeistert und engagiert umsetzen, allen Widerständen zum Trotz. POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion macht klar, dass die Energiewende kommen muss - und dass jeder einzelne dabei mitwirken kann. Der Film POWER TO CHANGE und die Energiewende betreffen jeden von uns, denn auch die Ukrainekrise und der Terror durch den IS haben mit der Abhängigkeit von fossilen Energien zu tun. Mit DIE 4. REVOLUTION ist Carl-A. Fechner 2010 mit über 100.000 Kinozuschauern in Deutschland der erfolgreichste Dokumentarfilm des Jahres gelungen. Der Film wurde in 28 Sprachen übersetzt.

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Weiterhin wird der Film im Vorabendprogramm am 8. und 9.11. wiederholt.

Wir würden uns freuen, gemeinsam mit Ihnen ins Kino zu gehen!

Über die Weiterleitung dieser Mail an Interessierte freuen wir uns ebenso.

Mit freundlichen Grüßen

Achim Lott, Arbeitskreis Energie Endingen
Eva Mutschler-Oomen, Klimaschutzmanagerin


Immer Montags: Anti-Atom-Mahnwachen in der Region

Bleiben auch Sie hartnäckig und besuchen weiterhin regelmässig die Mahnwachen in

  • Breisach - jeden Montag am Neutorplatz. Beginn um 18 Uhr.
    Weisweil - die Montagsmahnwache findet immer am ersten Montag des Monats um 18 Uhr am evangelischen Gemeindehaus statt.

  • Müllheim - die Montagsmahnwache findet immer am ersten Montag des Monats um 18 Uhr vor der Sparkasse in der Werderstraße statt.
    Endingen - die Montagsmahnwache findet immer am ersten Montag des Monats um 18:30 Uhr  auf dem Marktplatz statt.

Die Organisatoren würden sich über einen regen Zuspruch sehr freuen.

Herzliche Grüße,

Maria Luise Werne
1. Vorsitzende

Gemeinsam: Global denken, Lokal handeln!

Der Förderverein Zukunftsenergien Solarregio Kaiserstuhl e.V. bedankt sich recht herzlich für die Unterstützung durch die Fördermitglieder.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Fördermitglieder bei einem Kauf, bei einer Auftragsvergabe in Betracht ziehen würden.

Förderverein Zukunftsenergien,
SolarRegio Kaiserstuhl e.V.
Endinger Str. 67
79369 Wyhl am Kaiserstuhl

Tel.: 07642 / 5737
Fax: 07642 / 92 95 944

Homepages:
Bitte besuchen Sie auch unsere Hompages, hier finden Sie auch stets neue Beiträge.

http://www.SolarRegio.de
http://www.rheinau-solar.de

Wir danken Ihnen für Ihre Mitgliedschaft im Verein, denn viele Mitglieder ermöglichen das Beibehalten der niedrigen Mitgliedsbeiträge, z.B. 3 Euro Jahresbeitrag für Schüler, 6 Euro für Nichterwerbstätige - 12 Euro Normalbeitrag. Viele Mitglieder geben den Aktiven im Verein einen Rückhalt, nicht als einzelne "Spinner" abgetan zu werden. Wir bedanken uns für die Mitteilung Ihrer Kontoänderungen, damit nicht beim Einzug der Mitgliedsbeiträge Rücklastschriftkosten anfallen.

Schauen Sie mal bei der Übersicht über den Stromertrag der Bürgersolaranlage vorbei? Da sehen Sie aktuell, welchen Ertrag die Anlage bis jetzt gebracht hat. Wer möchte Mitglied Nr. 238 werden oder werben? Wir verlosen an alle Werber eines Mitglieds jedes Jahr eine hochwertige Energiesparlampe. Eine weitere Energiesparlampe verlosen wir unter allen bei der Generalversammlung anwesenden Mitgliedern.

Auszeichnung durch das Land Baden-Württemberg: Agendapreisträger 2006

Fördermitglieder des "Klimaschutzvereins":

Adsoba - Das Dach an der Sonne / alfasolar-Solarsysteme / asbion.de Heinz Scherer / Bäckerei Bohn, Rust / Gemeinde Bahlingen a.K. / Belle Metallbau-Schlosserei / Gemeinde Bötzingen / Bühler Heinz Haustechnik u. Blechnerei, Bahlingen  / BUND-Gruppe, Herbolzheim / BUND-Gruppe Nördlicher Kaiserstuhl / BUND Regionalverband Freiburg / Carpe Sol Kaiserstuhl Solar GmbH / CDAK-Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft, CDU/CSU - Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie / Bürgerinitiative Umweltschutz Offenburg e. V. (BUO) / Disch Rolf, Solararchitektur / D'Reinigung, Guldengasse 43, Wyhl / Dreßen Peter, SPD MdB a.D. / Drobinski-Weiß Elvira, SPD MdB / Ehret Dieter, Ingenieurgesellschaft für Bauwesen mbH / Energieagentur Regio Freiburg GmbH / EWS-Schönau - Atomfreier Strom aus Schönau / Färber Thomas, BaslerSecuritas Versicherungen, Öko-Fonds, Herbolzheim / fesa Freiburg / fesa GmbH EE-Beteiligungen / Gemeinde Forchheim / Forsthaus-Erzenhof / Gerber energie systeme GmbH / Henning Ralf / Stadt Herbolzheim / Herold Heizungsbau, Eichstr. 7, 79362 Forchheim, 07642/6296, www.solar-herold.de / Hess-Volk, Architekten / Jäger GmbH, Heizung u. Bäder-Service / KACO-new energy GmbH / Stadt Kenzingen / Fa. Kohlmann, Herbolzheim / Fa. Kopf Energieberatung / Kromer Solar GmbH / www.living-solar.de / Gemeinde Malterdingen / Mamier Thomas, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank WyhlMaurer M., Königschaffhausen / Natürlich-Faller Solaranlagen als gleichzeitige Dachabdeckung und ökol. Ausbauten / Naturenergie-Strom aus Wasser und Sonne / Neff Dr. med. Wolf-Jakob, Praxis für Naturheilverfahren, Endingen / Oenning Dr. Ralf Karl, VHS Nördlicher Breisgau /  www.Resys-AG.de / Gemeinde Rheinhausen / Gemeinde Riegel a.K.Rückert, Biomark GmbH / Gemeinde Sasbach a.K. /  Schoor Lothar, Photovoltaik/Solarthermie / SE-COMPUTER /  SE-Consulting, KandernSolar-Center Badenwww.solarversicherung.com / St. Blasius-Apotheke, Wyhl / Stein Sanitär, Heizung Solar, Eichstetten / Sun-Clear / Elektroanlagen A. Trutt / Zimmerei Schwörer, Wyhl Holzbau-, Treppenbau-, Lohnabbund-, Montage von Solaranlagen / Vitt Paul, Elektromeister, Wyhl / Gemeinde Vogtsburg-Bischhoffingen / Rheingemeinde Weisweil / Wonnay Marianne, SPD MdL a. D.W-Quadrat Solartechnik / Gemeinde Wyhl a. K. /

Schirmherrinnen/Schirmherren-Team:

- Sibylle Laurischk, Rechtsanwältin
- Karl Nicola, Bürgermeister u. MdL a.D.
- Joachim Ruth, Bürgermeister Wyhl 
- Dr. Hans-Erich Schött, Apotheker u. MdL a.D.
- Jürgen Trittin, Bundesumweltminister a.D.
- Dr. Walter Witzel, MdL a.D.
- Marianne Wonnay, MdL a.D.