Badische Zeitung vom Donnerstag, 17. Oktober 2002

Solaranlage auf Hallendach jetzt im Bau
"Solarenergie lohnt sich"


WYHL (BZ). Der Bau der Bürgersolaranlage auf der Turn- und Festhalle in Wyhl hat begonnen. Bauherren der rund 170 000 Euro teuren Anlage sind 20 Bürger, die sich in einer Eigentümergemeinschaft zusammengefunden haben. Initiiert wurde das Projekt durch den in Wyhl ansässigen Förderverein Zukunftsenergien, Solarregio Kaiserstuhl.

Die Anlage, die zur Stromerzeugung dient, hat eine Leistung von 30,4 kWp und wird nach Angaben des Fördervereins in 30 Jahren rund 800 000 Kilowattstunden an umweltfreundlichen Strom erzeugen können.

Der Förderverein hat die Datenüberwachung der Anlage übernommen und möchte die Ergebnisse der Erträge dieser Fotovoltaikanlage dazu verwenden, über das Thema Solarenergie zu informieren. Auf einer Anzeigetafel sollen die aktuelle Leistung, die insgesamt erzeugten Kilowattstunden an Strom und die eingesparten Kilogramm an Kohlendioxid vor der Wyhler Turnhalle der Öffentlichkeit dargestellt werden. Für dieses Projekt sucht der Förderverein jetzt Spender.

Die Anzeigetafel ist für den Betrieb der Anlage nicht notwendig, sondern dient allein der Information. Der Fördervereinsvorsitzende Klaus Bindner erhofft sich von der Anzeigetafel eine Symbolwirkung, die den Bemühungen um die Agenda 21 oder dem Klimaschutz allgemein zugute kommt.

Bis Ende Oktober will der Förderverein möglichst viele Spenden für die rund 2000 Euro teure Anzeigetafel zusammen bekommen. Gehen mehr Spenden ein, sollen diese dem Projekt "Perpetuum mobile" für Fotovoltaikanlagen auf Schulen zugute kommen.

Das Projekt "Bürgersolaranlage" sei ein Beweis dafür, "dass sich Solarenergie lohnt", betont Klaus Bindner. "Die Investoren am Neuen Markt würden sich nach den Renditen der Solarenergie die Finger lecken."