Vorbildliche Freiämter Initiativen

Freiamt ist nicht nur als besonders energiebewusste Gemeinde über die Landesgrenzen hinaus bekannt, sondern bekommt nun auch viel Aufmerksamkeit mit einer neuen Form der Nahversorgung. "Freiamt bringt´s" heißt das Angebot.

 

"Freiamt ist in vielerlei Hinsicht eine sehr innovative Gemeinde". Diese Aussage trafen in großer Übereinstimmung die SPD-Landtagsabgeordnete Marianne Wonnay und die SPD-Kandidatin für die kommende Landtagswahl, Sabine Wölfle. "Es ist immer wieder beeindruckend, welche Ideen hier umgesetzt werden", so Wonnay im Gespräch mit Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench (FWV). Mit dabei war auch SPD-Ortsvereinsvorsitzender Rudolf Köstel.

Mit "Freiamt bringt’s" sollen die Bürgerinnen und Bürger mehr Bindung an den örtlichen Einzelhandel erfahren. Vor allem soll die Nahversorgung aller Menschen gesichert werden. Die Bürgermeisterin sieht in diesem Projekt eine große Chance, um die Kaufkraft in der Kommune zu stärken und vor allem auch ältere Menschen mit Lebensmitteln, die ihnen ins Haus gebracht werden, zu versorgen. Es sei alles auch eine Herausforderung in Bezug auf die Organisation. Hier berichtete Hannelore Reinbold-Mench, wie viele Akteure mitmachen. "Die Vernetzung und das Engagement stimmen" und sie hoffe nun auf eine gute Akzeptanz. Dass das Engagement der Freiämter auch in einem anderen Bereich beeindruckend ist, berichtete Bärbel Blust von der Nachbarschaftshilfe Freiamt. Die 2002 gegründete Nachbarschaftshilfe hat inzwischen 18 Helferinnen, die Familien entlasten, Einkaufsfahrten machen und vieles mehr. Die Aktivitäten sind vielseitig und nicht mehr aus dem Gemeindeleben wegzudenken, erklärte Blust. Mittlerweile darf die Nachbarschaftshilfe auch niedrigschwellige Angebot in der Pflege machen. "Diese Angebote sind für eine Flächengemeinde wie Freiamt unverzichtbar. Hier wird äußerst wertvolle Arbeit geleistet", so die beeindruckte SPD-Politikerin.
 

Die Bürgermeisterin kritisierte den schleppenden Weiterbau der L 110. Freiamt sei wegen eines sehr kleinen ÖPNV-Angebotes sehr auf den Pkw angewiesen. "Wir beteiligen uns durch die Kreisumlage am ÖPNV, haben aber selber keinen Vorteil davon", so Reinbold-Mench.

Aktualisiert (Dienstag, den 31. August 2010 um 15:40 Uhr)